Pflege­beratung – zwischen überall und nirgendwo

Christin Steinbach

1. April 2026

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Gelesen von der Autorin des Beitrags Christin Steinbach

Portraitfoto von Christin Steinbach

Januar im Allgäu. Es schneit. Ich schaue aus dem Fenster und höre konzentriert meiner Beratungskundin zu. Es geht um ihre Eltern. Bei ihrer Mutter steht die Pflegegradbegutachtung durch den Medizinischen Dienst an. Der Vater lebt im Pflegeheim und braucht dringend einen Zahnarzttermin, ist aber körperlich stark eingeschränkt.

„Wer kümmert sich darum?“, fragt sie mich.

Die Beratung dauert vielleicht eine halbe Stunde. Währenddessen beobachte ich beiläufig, wie die Schneeflocken draußen auf den Boden fallen. Ich beantworte ihre Fragen, gebe ihr konkrete Tipps für das weitere Vorgehen und erkläre, wie sie einen Zahnarzt finden kann, der ins Pflegeheim kommt. Im Anschluss schicke ich ihr eine kurze Zusammenfassung per Mail.

Was meine Kundin nicht weiß: Ich wohne nicht im Allgäu. Ich wohne und arbeite die meiste Zeit im Wohnmobil – mit meinem Mann. Unsere fahrende Wohnung ist in zwei Arbeitsbereiche aufgeteilt, getrennt durch eine Tür. So können wir beide konzentriert arbeiten, ohne uns zu stören oder mitzuhören.

Wohnmobil im Schnee

­­Gute Beratung braucht keinen festen Ort.

Die Corona-Pandemie hat es möglich gemacht. Online-Beratung ist inzwischen normal und das ist gut so. Denn gute Beratung ist nicht an einen festen Ort oder ein persönliches Treffen gebunden. Sie lebt von aktivem Zuhören, einem strukturierten Vorgehen, fundiertem Fachwissen und der gemeinsamen Erarbeitung tragfähiger Lösungen.

Ob im Allgäu, an der Nordsee oder in Frankfurt am Main – ich berate zu Leistungen der Pflegeversicherung, zur anstehenden Pflegegradbegutachtung, zum Umgang mit Erkrankungen und zu vielen weiteren Fragen rund um das Thema Pflege.

Am Feedback meiner Kundin merke ich, dass ich ihr weitergeholfen habe. Sie antwortet auf meine Mail: „Ein großes Lob, denn so ein kompetentes Feedback ist heutzutage nicht an der Tagesordnung.“

Das zeigt mir: Solang meine Kund*innen im Fokus stehen, ist mein Arbeitsort Nebensache.

Beruf und Leben im Einklang 

Die Familiengenossenschaft unterstützt meinen Lebensentwurf seit mittlerweile 2 Jahren. Für mich ist das Vereinbarkeit auf höchstem Niveau. Ich habe meine Balance zwischen Job und Privatleben gefunden.

Woran ich das merke? Ich fühle mich überall zu Hause und genieße das Unterwegssein. Ich bin da, wo es mir gefällt. Denn dort bin ich lebendig, fokussiert und ausgeglichen. Genau das hilft mir, die Menschen und ihre Anliegen immer ins Zentrum meiner Beratungen zu stellen.

Bald ist Sommer. Blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen und ein Blick, der in die Ferne schweift. Zwischen überall und nirgendwo habe ich meinen Platz gefunden. Und genau dort begleite ich Menschen in herausfordernden Lebensphasen.

Unsere Empfehlung

In unserem Online-Seminar bieten wir dir die Gelegenheit, dich umfassend zu informieren: 

Willkommen im Pflegedschungel
14. April 2026, 17 Uhr

Digitale Helfer im Pflegealltag
23. Juni 2026, 17 Uhr