Mein erstes Jahr bei der Familien­genossen­schaft

Nadine Kröger

1. Februar 2026

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Gelesen von der Autorin des Beitrags Nadine Kröger

Portraitfoto von Nadine Kröger

Ein persönlicher Einblick in meinen Weg, mein Ankommen und meine Entwicklung. 

Hi, ich bin Nadine.

Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich heute so erfüllt über meinen Job schreiben würde. Der Wunsch nach beruflicher Veränderung war lange da. Meinen Traumjob hatte ich sogar auf Papier festgehalten und manifestiert. Im September 2024 passierte es: Ich las die Stellenanzeige. Der Zeitpunkt? Ungewöhnlich. Mein Mann packte gerade die Koffer ins Auto, als ich sagte: 
„Sorry, ich muss JETZT erst noch schnell eine Bewerbung schreiben.“ 
Gesagt, getan. Noch vor der Abfahrt in den Urlaub war sie abgeschickt. Damit öffnete sich für mich eine Tür, durch die ich heute dankbar gegangen bin. 

­­Ankommen – mit Neugier im ­Herzen und Offenheit für Neues 

Schon in den ersten Wochen habe ich gemerkt, wie wohl ich mich im Unternehmen fühle. Das Ankommen fiel mir leicht, nicht nur fachlich, sondern vor allem menschlich. Ich wurde offen empfangen, unterstützt und wertgeschätzt.  

„Genossenschaft“; das Wort kannte ich, die Kultur dahinter durfte ich erst entdecken.  

Ich war neugierig und bereit für eine neue Form der Arbeit: digital, remote. Vorher führte ich Pflege­beratungen im ambulanten Pflegedienst auf dem Sofa bei den Menschen zuhause durch. Nähe, Blickkontakt, mittendrin im Alltag. Jetzt sitze ich im Home-Office. Ein großer Unterschied und dennoch zählt in beiden Welten vor allem eins: Menschen ernst nehmen. Ich habe in diesem Jahr gelernt: Verlässlichkeit und Wärme gehen auch durch den Bildschirm. 

Mein Blick auf Pflege und die stillen Held*innen 

In meiner früheren Arbeit begleitete ich Pflegebedürftige in ihrer Häuslichkeit und unterstützte sie im Alltag. Diese Nähe habe ich sehr geschätzt. Doch mein Herz gehörte immer den pflegenden Angehörigen. Den Menschen, die zusätzlich zu Beruf und Haushalt die Pflege tragen und die nur selten gefragt werden: 
„Wie geht es dir eigentlich?“ 

Auf die Senior*innen sind meist viele Augen gerichtet, aber nicht auf diejenigen, die im Hintergrund organisieren, trösten, aushalten und funktionieren.  
In meiner Rolle bei der Familien­genossen­schaft kann ich genau hier ansetzen: zuhören, stärken, entlasten und Orientierung geben. 

Ein Arbeitsplatz der mich stärkt 

Schon nach kurzer Zeit merkte ich: Dieser Job ist genau mein Ding. Ich bin ein absoluter Home-Office Fan. Ich nehme meine Umgebung sehr intensiv und bewusst wahr und arbeite besonders gut in ruhigen, klaren Strukturen. Zuhause kann ich meinen Arbeitsplatz so gestalten, dass ich mich wirklich wohlfühle und konzentriert arbeiten kann. Eine Kanne meines Lieblingstees und mein kleines Räucherstövchen schaffen eine Atmosphäre, die mich fokussiert und mir Kraft schenkt.  

Die Präsenztage sind ein Highlight: gemeinsam mit meinen Kolleg*innen an einem Tisch sitzen, lachen, planen, sich in die Augen schauen. Diese Tage schätze ich sehr. Trotz Distanz erlebe ich echte Zusammenarbeit im Team. Das Arbeiten ist innovativ, kreativ und unterstützend. Vor allem aber menschlich.

Momente, die dieses Jahr ­besonders gemacht haben 

Ein bereichernder Teil war meine Tätigkeit als Dozentin in der Ausbildung zum Pflege‑Ersthelfenden, bei der wir Mitarbeitende unserer Mitglieds[­]unternehmen schulen durften. Darüber hinaus durfte ich mein eigenes Online Seminar „Pflege auf Distanz“ entwickeln und durchführen sowie zahlreiche Seminare meiner Kolleg*innen und externer Partner*innen begleiten. 

Ergänzend dazu habe ich mich zur Trauerbegleiterin weitergebildet und kann Menschen in schwierigen Lebensphasen nun noch bewusster und zugewandter begleiten. Besonders wertvoll waren die zahlreichen Begegnungen in der Pflegeberatung, in denen ich immer wieder erlebt habe, wie hilfreich unsere Arbeit ist und wie gut es tut, Menschen unterstützen zu können. 

Diese Vielfalt an Aufgaben und Entwicklungs­möglichkeiten hat mir nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch gezeigt, wie breit, menschlich und zukunftsorientiert die Familien­genossen­schaft aufgestellt ist. 

Worauf ich mich freue 

Ich bin Teil eines Unternehmens, das sich gerade weiterentwickelt und mutig neu ausrichtet. Die Transformation mitzuerleben und aktiv an der Version „Familien­genossen­schaft 2.0“ mitzuwirken, erfüllt mich mit echter Vorfreude. Neue Projekte, spannende Seminare und die Möglichkeit Menschen zu unterstützen und Wissen weiterzugeben, gibt meiner Arbeit eine ganz besondere Energie. 

Mein erstes Jahr hat mir gezeigt: Wenn man den Mut hat, den eigenen Traum zu verfolgen, kann Großartiges entstehen. 

Ein großes DANKE an mein Team für Vertrauen, Raum für meine Stärken, Rückhalt und für das Gefühl, am richtigen Ort zu sein.

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