Beispiel-Case

Wenn Verlust alles durch­einander­wirbelt und man trotzdem weiter funktionieren muss

Als Davids Vater starb, blieb die Welt plötzlich stehen. Nur leider nicht die To-do-Liste.

Nahaufnahme eines Mannes, der aus dem Fenster starrt.

Während er eigentlich Zeit gebraucht hätte, um still zu werden, füllten sich seine Tage mit Formularen, Telefonaten, Abmeldungen. Versicherung. Nachlass. Wohnung auflösen.

„Ich sitze wieder im Büro“, sagte er leise, „aber ich fühle mich wie hinter Glas.“

1. Raum für Trauer schaffen

In unseren Gesprächen sollte es deshalb vor allem um eins gehen: Raum schaffen – für Trauer, Orientierung und Atempausen.

2. Verstehen, dass Trauer kein Zeitplan ist

Wir sprachen darüber, dass Trauer kein gerader Weg ist. Dass es Tage gibt, an denen man funktioniert, und andere, an denen man kaum aufstehen kann. Und dass beides okay ist.

3. Ordnung im Außen – Entlastung im Inneren

Zwischendurch arbeiteten wir gemeinsam daran, Ordnung ins Äußere zu bringen, damit auch innerlich wieder Platz entstehen konnte:

  • Was ist jetzt wirklich wichtig?
  • Was darf warten?
  • Wo lässt sich Unterstützung finden. Im Alltag oder im Arbeitsumfeld?

Langsam gewann David wieder Überblick und Vertrauen. Im letzten Gespräch lächelte er zum ersten Mal: „Ich habe jetzt nicht nur einen Plan, ich habe wieder Luft zum Atmen.“

Trauer endet nicht mit einem Gespräch. Aber sie wird leichter, wenn man sie teilen darf.

Weitere Beispiel-Cases