Beispiel-Case

Wenn pflegende Angehörige Urlaub brauchen und nicht wissen, wie es gehen kann

Pflegende Angehörige tragen viel Verantwortung und oft glauben sie, sie dürften sich keinen Urlaub gönnen.

Foto einer älteren Frau, die im Rollstuhl am Küchentresen sitzt.

Als Mesut sich meldete, wollte er nicht klagen. Er wollte wissen, wie er eine Auszeit planen kann, ohne seine Frau allein zu lassen. 

Wir unterstützten ihn dabei, die Möglichkeiten zu klären: 

1. Überblick über Entlastungsangebote

Wir zeigten, wie Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege genutzt werden können, welche Leistungen miteinander kombinierbar sind und welche Kosten übernommen werden. 

2. Organisation der Versorgung

Gemeinsam entwickelten wir einen Plan, wie die Versorgung seiner Frau während seiner Abwesenheit stabil, sicher und vertrauenswürdig geregelt werden kann. 

3. Formale Schritte und Beantragung

Wir erläuterten, welche Unterlagen benötigt werden, wie Fristen einzuhalten sind und wie die Kommunikation mit Einrichtungen unkompliziert gelingt. 

4. Gute Vorbereitung auf die Zeit danach

Wir besprachen, wie Mesut nach seinem Urlaub entspannt wieder in den Pflegealltag zurückfinden kann, ohne direkt wieder über die eigene Grenze zu gehen. 

Nach unserem Austausch sagte er: 
„Ich wusste gar nicht, dass ich diese Möglichkeiten habe. Jetzt kann ich wirklich einmal durchschnaufen.“ 

Wenn pflegende Angehörige gestärkt sind, profitieren alle, auch die gepflegten Personen. 

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