Beispiel-Case

Wenn Pflege­aufgaben wachsen und Unter­stützung gut tut

Sandra pflegt seit einem Jahr ihre demenzkranke Mutter – neben ihrem Job, ihren Kindern und all den unsichtbaren Aufgaben des Alltags.

Nahaufnahme einer jungen Hand, die eine alte Hand hält.

Als sie sich meldete, klang ihre Stimme brüchig: „Ich schäme mich, aber… ich kann einfach nicht mehr.“

Wir machten deutlich: Es gibt keinen Grund für Scham. Pflege ist Liebe, aber auch eine enorme Belastung.

In unserem ersten Gespräch ging es um drei Dinge: 

1. Das Unsagbare aussprechen 

Sandra erzählte von nächtlichen Anrufen, Schuldgefühlen, den Momenten, in denen sie an ihre Grenzen kam. Endlich durfte alles gesagt werden.

2. Struktur in die Pflege bringen 

Gemeinsam klärten wir: 

  • Welche Entlastungsangebote gibt es in der Nähe?
  • Welche Zuschüsse können helfen – etwa für Tagespflege, Kurzzeitpflege oder haushaltsnahe Unterstützung?
  • Welche Aufgaben können delegiert werden, ohne dass Sandra sich schlecht fühlen muss?

3. Die eigenen Ressourcen sehen

Wir entwickelten Strategien, wie sie ihre Kraftreserven schützen kann – etwa durch klarere Absprachen in der Familie, Pauseninseln und professionelle Unterstützer vor Ort. 

Nach einigen Wochen meldete sie sich erneut: 
„Ich bin immer noch gefordert, aber ich bin nicht mehr allein damit.“

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